Wanderung hat drei Etappen


Auf den drei Wanderungen, die mit Blick auf den 250. Geburtstags der Burloer Konvention ausgearbeitet wurden, lernt man nicht nur die Steine selbst, kennen, sondern auch vieles über die Geschichte der Grenze. So erfährt man, dass die Steine im Raum Suderwick abtransportiert wurden, als ein Teil der Gemeinde 1949 unter niederländische Verwaltung kam. Erst 1963 wurden sie wieder aufgestellt. Eigens für die Wanderung werden auch ein paar alte „Kommiesen-Pörtkes“ wieder aufgebaut. Das waren Pforten für die Zöllner, die die Bauern herrichten mussten, damit die Beamten nicht über die Zäune steigen mussten. An weiteren „Hinguckern“ haben die Touren die Schönheiten der Venn - und Moorlandschaft zu bieten, eine Besichtigung der ältesten Scheune der Niederlande und anderes mehr. Auch ist daran gedacht, dass unterwegs Jagdhornbläser den Wanderern ein Ständchen bringen.

"Steine haben Geschichten zu erzählen"


„Die Steine sprechen, sie haben eine Geschichte zu erzählen“, hieß es gestern bei der Vorstellung der Wanderungen im Kreishaus. Vertreter der beteiligten Heimatvereine betonten dabei, dass die drei Wanderungen durchaus die einzigartige Chance böten, die Grenze so detailliert unter die Lupe nehmen zu können: Viele Wege, über die die drei Etappen führten, seien nur an den Wanderterminen zugänglich, weil die privaten Grundstückeigentümer sie eigens dafür frei gemacht hätten. Für den weiteren Verlauf der Grenze Richtung Vreden sollen in Kürze übrigens ähnliche Touren per Rad organisiert und angeboten werden.

 

Die Etappen im Überblick

 

  • Die erste Etappe führt am Sonntag (17. Januar) von Dinxperlo/Suderwick (Anholtseweg 34) bis zur Kreuzkapelle in Hemden. Veranstalter sind der Heimatverein Suderwick, die Stichting Bewaar't Olde Dinxperlo und andere.

 

  • Etappe Nummer zwei geht am Sonntag (31. Januar) von der Kreuzkapelle in Hemden bis zum Roerdinkhof in Winterswijk-Woold. Sie wird ausgerichtet vom Heimatverein Barlo und dem Historischen Kring Woold.

 

  • Tour Nummer drei geht am Sonntag (14. Februar) vom Grenzübergang Oeding bis zum Roerdinkhof in Woold. Hier haben die Heimatvereine und Kringe aus Oeding, Kotten und Burlo das Sagen. Hier werden die Teilnehmer vom Start am Roerdinkhof (Roerdinkweg 1) in Winterswijk-Woold per Bus zum Start in Oeding gebracht. Sie laufen von dort zurück.

Alle Etappen haben eine Länge von rund zwölf Kilometern, was einer Gehdauer von rund vier Stunden entspricht. Starten kann man jeweils in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. Kosten: vier Euro. Im Preis inbegriffen ist der Transport zum Startort mit dem Bus.


Während die ersten beiden Etappen individuell gegangen werden können, läuft man auf der dritten Etappe in geführten Gruppen. Deswegen muss man sich für Teil drei auch zum 1. Februar anmelden unter Tel. 0031(0)543564306 oder 0031 (0)54356427 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Auf den ersten Etappen gibt es Flyer/Weghinweise.


An den Endpunkten und teilweise auch unterwegs sind Verpflegungsstationen eingerichtet.

 Josefine Nienhaus vom Kreiskatasteramt (links) hat die historischen Grenzsteine kartiert, Vertreter der Heimatvereine haben die Wanderungen ausgearbeitet. Am 17. Januar startet die erste der drei Etappen entlang der Grenze.

 Quelle/Autor/Foto: Josef Barnekamp, Borkener Zeitung vom 07. Januar 2016