Grenzenlose Nachbarschaft

Heimatvereine, Museen und Initiativen kamen zum „Nachbartreffen“ nach Winterswijk

Kreis Borken / Winterswijk. Rund 100 Aktive, die sich im Kreis Borken und im Achterhoek in Heimatvereinen, Museen und ähnlichen Initiativen engagieren, haben sich jetzt in Winterswijk getroffen. Sie tauschten sich darüber aus, wie sie arbeiten und welche Möglichkeiten zur Kooperation bestehen.  

„Können wir zusammen mehr?“ lautete die Leitfrage des Tages im Vereinigungshaus „Wilhelmina“ in Kotten, nur wenige hundert Meter von der Grenze entfernt. Gemeinsam eingeladen hatten die Stichting Boerengoed Winterswijk und die Kreisheimatpflege Borken. „Obwohl die Ziele meist sehr ähnlich sind, kennen sich die benachbarten Akteure oft kaum“, erklärte Kreisheimatpfleger Alfred Janning. „Dass der Wunsch nach guter Nachbarschaft und gemeinsamen Aktivitäten aber da ist, das zeigen die zahlreichen Anmeldungen.“ Nach Vorträgen am Vormittag bestand nach dem Mittagessen Gelegenheit zum Austausch. Zahlreiche Vereine und Museen präsentierten ihr Angebot. 

Ben Verheij aus Groenlo führte durch das Programm. Nach den Grußworten vom Vorsitzenden der Stichting Boerengoed, Henk Oonk, und Alfred Janning erhielten die Gäste einen Einblick in die Strukturen beiderseits der Grenze. Antonius Böing aus der Geschäftsstelle der Kreisheimatpflege beim Kreis Borken erläuterte, wie sich die Heimatpflege in Westfalen organisiert hat, von den Heimatvereinen vor Ort bis zum Westfälischen Heimatbund als Dachverband. Das Regionale-Projekt „Kulturhistorische Zentrum Westmünsterland“ in Vreden stellte dessen Leiterin Corinna Endlich vor. Zu den Zielen gehöre es auch, grenzüberschreitende Kooperationen zu entwickeln und kleine Museen zu beraten, betonte Endlich. Einen Blick in die Museumslandschaft im Achterhoek eröffnete der Direktor von Gelders Erfgoed in Arnheim, Dr. Marc Wingens. Der Historische Kring Kotten und die Heimatvereine Oeding und Burlo-Borkenwirthe stellten ein Beispiel für „gelebte Nachbarschaft“ vor. Sie arbeiten gemeinsam an einem Programm zum 250. Jahrestag der „Burloer Konvention“ im Jahr 2015.  Diese regelte den genauen Grenzverlauf zwischen dem Fürstbistum Münster und dem Fürstentum Geldern.

Beim abschließenden Markt der Möglichkeiten waren unter anderem die Heimatvereine aus Anholt, Raesfeld, Suderwick und Weseke, der Dinxperloer Verein „Stichting Bewaar’t Olde“, die Vereinigung „Het Museum“ aus Winterswijk und die Achterhoeker Initiative „Boezewind“ vertreten, die sich um den Erhalt des hiesigen niederländischen Dialekts kümmert.

Gefördert wurde das Treffen aus Mitteln des INTERREG-IVA People-to-People-Projektes „Nachbarn im Dialog II“. 

 

Hier kann die Einladung zum Nachbartreffen abgerufen und eingesehen werden:  

                                                                                

 

 

 

 

 Bild 1: Vorträge und Austausch über konkrete Projekte: Das Versammlungshaus Wilhelmina in Winterswijk Kotten war am Samstag (17.1.) Treffpunkt für Menschen aus der Region, die sich in der Heimatpflege engagieren.

 

Bild 2: Unten Holzschuhe, oben Handy: Wie sich Erdverbundenheit und Zukunft verbinden lassen, zeigte dieser Teilnehmer.

 

Bild 3: Der Borkener Kreisheimatpfleger Alfred Janning begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Bild 4: Die Leiterin des Kulturhistorischen Zentrums Westmünsterland, Corinna Endlich, stellte das gemeinsame Projekt des Kreises Borken und der Stadt Vreden im Rahmen der Regionale 2016 vor.

 

Bild 5: Henk te Kulve berichtete die geplanten Aktivitäten zum Projekt „250 Jahre Grenze“, das im Oktober beginnt und weitere Mitstreiter/innen sucht.